Fachgruppe „Technik und Sicherheit“

Ersatzstromerzeuger

Die Fachgruppe „Technik und Sicherheit“ ist eine Gruppe der Bereitschaft Ravensburg, die ihren Ursprung im Bevölkerungsschutz hat. Die Aufgabe dieser Gruppe ist die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur an Einsatzstellen in Form von Zelten, Abrollbehältern, Stromversorgung und Beleuchtung. Das Deutsche Rote Kreuz übernimmt im Großschadensfall die Versorgung von Patienten oder die Unterbringung von plötzlich obdachlos gewordenen Bürgern. Dafür erstellt die Gruppe „Technik und Sicherheit“ mit ihrem Material den geeigneten Rahmen.

Diese Aufgaben übernimmt sie auch im Rahmen der Schnelleinsatzgruppe. Insbesondere die mobile Stromversorgung sowie die Beleuchtung an Einsatzstellen gehören dazu. Und die Gruppe kommt auch alleine in Einsatz, sei es z. B. auf Anforderungen durch die Feuerwehr, durch Gemeinden oder durch Vereine und Privatpersonen. Gerne steht sie mit ihrem umfangreichen Beleuchtungsmaterial und den mobilen Ersatzstromerzeugern sowie dem großen Fachwissen Tag und Nacht zur Verfügung.

Ein Großteil der Mitglieder der Gruppe ist über Meldeempfänger jederzeit erreichbar. Wie alle Mitglieder der Bereitschaft so verrichten auch die Mitglieder dieser Gruppe den Dienst komplett unentgeltlich. Die Mitglieder haben in der Regel neben einer medizinischen Grundausbildung auch eine besondere Fachdienstausbildung oder haben bereits beruflich mit dem Thema Strom und Licht zu tun.

Die Hauptaufgaben der Gruppe sind:

  • Aufbau und Betrieb einer leistungsstarken Elektroversorgung an der Einsatzstelle. Dazu stehen ca. 1500 m Leitung in unterschiedlichen Spannungs- und Leistungsgrößen von 230 V/16 A bis 400 V/125 A jederzeit griffbereit zur Verfügung.
  • Inbetriebnahme der Ersatzstromerzeuger (ESE) und Lichtmastanhänger (Lima)
    • Lima „Erna“ mit 20 kVA Ersatzstromerzeuger (Benzin) und 6-m-Mast mit 4000 Watt Lichtleistung
    • Lima „Ernst“ mit 75 kVA Ersatzstromerzeuger (Diesel) und 9-m-Mast mit 9000 Watt Lichtleistung
    • Ein Ersatzstromerzeuger mit 8 kVA (Diesel)
    • Zwei Ersatzstromerzeuger mit 5 kVA (Benzin)
  • Großflächiges ausleuchten von Einsatz- und Arbeitsstellen. Dazu stehen 7 Leuchtballone von verschiedenen Herstellern mit unterschiedlichen Konzepten bezüglich Reflektor und Ballontechnik sowie Lichtleistungen zur Verfügung. Die Leuchtballone eignen sich hervorragend zur Flächenausleuchtung. Alle Leuchtballone zeichnen sich durch eine blendfreie Lichtverteilung aus. Im Gegensatz dazu kann eine Blendung bei Strahlern nicht ausgeschlossen werden.
    Strahler mit Halogen- oder Quecksilbermetalldampflampen in Leuchtstärken von 400 bis 2000 Watt sowie Leuchtstoffröhren runden das Sortiment ab und erlauben für jeden Einsatzzweck die optimale Beleuchtung zu installieren.
  • Die Versorgung von festen oder fliegenden Gebäuden mit elektrischem Strom durch die mobilen Ersatzstromerzeuger ist möglich und wurde in der Vergangenheit auch erfolgreich praktiziert. Dabei arbeiten die Mitglieder der Fachgruppe in der Regel mit einem Fachbetrieb vor Ort zusammen.
  • Logistische Unterstützung der anderen Fachgruppen im DRK oder andere Einsatzkräfte.
  • Zum Beispiel Brand auf dem Schrottplatz in Herbertingen 2008. Hier konnte unsere mobile Tankanlage die Einsatzfahrzeuge vor Ort über mehrere Tage betanken. Insgesamt wurde dort in 4 Tagen ca. 11.000 Liter Diesel durch unsere Tankanlage umgesetzt.
  • Den Auf- und Abbau sowie das Einrichten und die Versorgung der Abrollbehälter „Mobile Sanitätswache“ und „Unterkunft“.
  • Gemeinsame Einsätze mit dem THW Ortsverein Weingarten z. B. bei der Beleuchtung rund um den Marktplatz in Baienfurt anlässlich der Freinacht beim VSAN Landschaftstreffen 2011.

Leiter der Fachgruppe „Technik und Sicherheit“ ist Mathias Beier, sein Stellvertreter ist Frank Hildebrand.