Sommer-Gesundheitstipps

Der DRK-Ortsverein Ravensburg wünscht Ihnen einen gesunden Sommer

Symbolfotos: Franz Suppan und Alfred Mühlegg.

Der diesjährige Sommer, der schon im Mai begann, kann unter Umständen zu gesundheitlichen Problemen führen. Da sicher noch einige Hitzetage (Tageshöchsttemperatur 30 °C und darüber) zu erwarten sind, hat Stefan Nest, ehrenamtlicher Sanitätsausbilder im DRK-Ortsverein Ravensburg, ein paar Tipps für jedes Lebensalter zusammengestellt.

Tragen Sie als Eltern oder Großeltern Sorge, dass Kleinkinder bei direkter Sonneneinstrahlung auf dem Spielplatz oder im Freibad immer eine leichte Kopfbedeckung tragen. Auch Männer mit lichter Kopfbehaarung oder mit Glatze sollten eine Kopfbedeckung tragen. Scheint die Sonne längere Zeit direkt auf den Kopf, kann dies einen Sonnenstich verursachen, der in letzter Konsequenz zur Bewusstlosigkeit führt und dann lebensbedrohlich ist. Wenn Betroffene über Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit klagen, ist es wichtig, den Notruf über 112 abzugeben. Als erste Hilfe sollten die Betroffenen in den Schatten gebracht werden bei erhöhter Lagerung des Kopfes. Zusätzlich kann der Kopf mit feuchten Tüchern gekühlt werden.

Vergessen Sie nicht, ausreichend Sonnenschutzmittel aufzutragen und sich nicht zu lange der direkten Sonneneinstrahlung auszusetzen. Hautärzte berichten vom starken Anstieg des Hautkrebses.

Starke körperliche Belastung oder übermäßige sportliche Betätigung bei großer Hitze kann durch den Wasser- und Kochsalzverlust zu einer Bewusstlosigkeit führen. Die Betroffenen sind auffallend blass, können sich kaum auf den Beinen halten und frösteln. Sie sollten im Schatten flach gelagert werden und bei Bedarf zugedeckt werden, z. B. mit einer Rettungsfolie, welche in jedem Autoverbandskasten vorhanden ist. Ähnliche Symptome können bei Menschenansammlungen wie beim Rutenfest auftreten. Jedes Jahr erleben die Einsatzkräfte des DRK-Ortsvereins Ravensburg, dass Zuschauer des Festzuges oder der verschiedenen Veranstaltungen, wo längere Zeit gestanden wird, zu Boden sinken. Umstehende sollten versuchen, dass die Betroffenen sich keine Sturzverletzungen zuziehen. In den meisten Fällen genügt ein Ansprechen und das kurzzeitige Hochhalten der Beine, damit die Ohnmächtigen wieder zu sich kommen. Bei Bewusstlosigkeit muss auf jeden Fall eine Seitenlage durchgeführt werden und der Notruf erfolgen.

Bei älteren Menschen besteht vor allem im Sommer die Gefahr der Austrocknung des Körpers, wenn sie zu wenig trinken. Angehörige von gefährdeten Senioren sollten darauf drängen, dass im Laufe des Tages immer genügend Trinkflüssigkeit in Reichweite der Betroffenen steht. Wenn Verdacht auf Austrocknung (trockene Haut und Schleimhäute, tiefliegende Augen und stehende Hautfalten) besteht, muss auf jeden Fall ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Die Zecken sind inzwischen fast das ganze Jahr aktiv. Selbst beim Bummel über das Rutenfestgelände und beim Lagern auf den angrenzenden Wiesenflächen kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Zeckenbissen. Entfernen Sie baldmöglichst die Zecken mit Hilfe einer Zeckenzange oder einer Zeckenkarte ohne Drehung und ohne Auftragen von Klebstoff oder anderen Hausmitteln. Beim Rutenfest dürfen Betroffene gerne auf die DRK-Wachen kommen und sich die Zecke entfernen lassen. Beobachten Sie die Bissstelle mehrere Tage genau und suchen Sie bei Rötungen oder Schwellungen umgehend ärztliche Hilfe auf.

Die erforderlichen Basis-Maßnahmen der ersten Hilfe können jederzeit in einem eintägigen Kurs beim DRK-Kreisverband Ravensburg erlernt oder ggf. aufgefrischt werden. Kontakt über Telefon (0751) 56061-0 zu den üblichen Öffnungszeiten.

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