Großeinsatz für DRK beim Rutenfest

Zahlreiche ehrenamtliche Rettungssanitäter waren im Einsatz. Foto: Alfred Mühlegg.

Angesichts von zigtausenden Festbesuchern (allein beim Festzug wurde von 50.000 Zuschauern gesprochen) hielt sich die Zahl der Hilfeleistungen durch das DRK in engen Grenzen. Bis Dienstagnacht erfolgten durch die ehrenamtlichen Kräfte auf dem Marienplatz, am Festzugsweg und auf dem Festgelände rund um die Kuppelnau 321 Hilfeleistungen. Davon wurden 247 chirurgisch versorgt, 43 hatten internistische Ursachen und in 31 Fällen waren Alkohol oder Drogen im Spiel. Von Freitag bis Dienstag wurden 49 Patienten ins Krankenhaus transportiert. Dies entspricht in etwa dem langjährigen Durchschnitt. Von gravierenden Unglücksfällen blieb das Rutenfest verschont. Zwar gab es ein paar Notarzteinsätze während des Festes, doch wurden die Helferinnen und Helfer in der Mehrzahl mit leichteren Blessuren und Zuständen konfrontiert wie z. B. aufgeriebene Blasen an den Füßen, Schnittverletzungen, Nasenbluten, Brandwunden, Hitzeerschöpfung, Schwindelzustände, Zeckenbiss, Insektenstiche. Zahlreiche Elternteile kamen auf der Kuppelnauwache, um ihr Kind mit frischen Windeln zu versorgen. In relativer Ruhe und Abgeschiedenheit konnten Mütter ihr Kind stillen oder Diabetespatienten sich spritzen.

Der Festzug verlief ohne größere Zwischenfälle. Lediglich in vier Fällen mussten die Sanitäter eingreifen. Für alle Fälle war der Festzug aufs Äußerste sanitätsdienstlich abgesichert: 3 Rettungswagen, 4 Krankenwagen, 1 Notarzt-Einsatzfahrzeug und 4 weitere Fahrzeuge waren am Festzugsweg stationiert. Dazu kamen 3 Fahrradstaffeln, 3 Standwachen und eine Festzugsbegleitung. Insgesamt waren so 40 Personen beim Festzug ehrenamtlich im Einsatz. Selbstverständlich stand auch der reguläre Rettungsdienst zur Verfügung.

Am Samstag während des Schülermarktes ging ein Kind verloren und wurde zur mobilen Wache am Waaghaus gebracht. Bestens betreut durch die Rotkreuzler und gestärkt durch eine Rutenwurst verweilte das Kind in bester Laune eine Stunde, bis es von den Eltern abgeholt wurde. Dieses „verlorene“ Kind war eines der wenigen, weil die kostenlosen Kinderarmbänder des Roten Kreuzes wieder sehr guten Absatz fanden.

Beim Frohen Auftakt gab einen Arbeitsunfall, bei dem einem Beschäftigten am Getränkestand ein Bierfass auf den Fuß fiel. Als Dank für die gute Behandlung erhielten die Helfer des DRK eine Kiste „Radler“, die nach dem Dienst auf der Dienststelle genossen wurde. Selbstverständlich wurde dabei die Dienstvorschrift beachtet, dass während des Dienstes und 6 Stunden vor dem nächsten Dienstbeginn absolutes Alkoholverbot besteht.

Der DRK-Ortsverein Ravensburg hat mit dem Rutenvergraben am Ende des Rutenfestes dann etwa 1500 ehrenamtliche Stunden geleistet. Hinzu kamen umfangreiche Vorbereitungsarbeiten sowie Auf- und Abbau der verschiedenen Wachen. Rund 300 Einsatzkräfte waren dazu erforderlich. Als Partner der Rutenfestkommission leistet das DRK Ravensburg in Zusammenarbeit mit befreundeten Ortsvereinen (z. B. Aulendorf, Baienfurt, Mochenwangen, Waldburg, Weingarten, Wilhelmsdorf) und der DRK-Bergwacht Ravensburg diese ehrenamtliche Arbeit.

Die DRK-Bereitschaft Ravensburg freut sich, wenn der Andrang beim Blutspendetermin am Mittwoch, 10. August 2016, in der Festhalle Weißenau ähnlich groß ist wie auf den Wachen am Rutenfest.

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