DRK Ravensburg bewältigt wieder Rutenfest

Foto: Alfred Mühlegg

Die Kinderarmbänder waren ein großer Erfolg, da lediglich am Montagnachmittag ein fünfjähriger Junge von einer Rotkreuzhelferin betreut werden musste.

Für viel Ärger sorgten die Deutsche, vielleicht aber auch die Gemeine – im wahrsten Sinne – Wespe, die unzähligen Festbesuchern schmerzhafte Stiche zufügte. Die zu Unrecht verdächtigten Bienen waren nur selten an den Angriffen beteiligt.

Während am Rutensamstag auf der Kuppelnauwache lediglich 10 Patienten (ohne Pflasterausgabe und Kühlung von Insektenstichen) versorgt werden mussten, hatten die DRKler auf dem Marienplatz alle Hände voll zu tun. In den drei mobilen Wachen an der Liebfrauenkirche, am Waaghaus und an der Stadtbücherei ging ihnen die Arbeit nicht aus. Zusätzlich zum Sanitätsdienst war der technische Dienst des DRK Ravensburg im Einsatz, um die Beleuchtung aufzubauen, zu überwachen und wieder abzubauen. Vom Samstag 11 Uhr bis Sonntag 9 Uhr waren diese Fachkräfte für Technik und Sicherheit gefordert.

Der Montag sorgte wieder für viele Einsätze, beginnend mit dem Festzug. Nachdem die Sonne die Überhand gewann, bekamen einige Zuschauer Kreislaufprobleme. Manche Fahnenschwinger unterschätzten den Wind und trafen ebenfalls Zuschauer. Teilweise gab es in den beiden Wachen Wartezeiten, weil so viele Festbesucher der Hilfe bedurften. Knochenbrüche, Schnittwunden, Verbrennungen, Prellungen sind nur eine kleine Auswahl an Problemen, die von den DRK-Einsatzkräften versorgt wurden.

Neben der medizinischen Hilfe waren viele Mütter und Väter dankbar, dass sie einen ruhigen Raum zum Wickeln ihrer Kinder vorfanden. Ebenso konnten sich stillende Mütter in abgetrennte Räume der Kuppelnauwache zurückziehen.

Der DRK-Ortsverein Ravensburg hat mit dem Rutenvergraben am Ende des Rutenfestes dann etwa 1500 ehrenamtliche Stunden geleistet. Rund 300 Einsatzkräfte waren dazu erforderlich. Nicht mitgerechnet sind die Stunden zur Erstellung und Bearbeitung des Sicherheitskonzepts, das gesetzlich vorgeschrieben ist sowie die Stunden zur Einrichtung und zum Abbau der verschiedenen Wachen. Als Partner der Rutenfestkommission leistet das DRK Ravensburg in Zusammenarbeit mit befreundeten Ortsvereinen (z. B. Aulendorf, Altshausen, Waldburg, Weingarten, Wilhelmsdorf) diese wertvolle Arbeit, die kostenpflichtig wahrscheinlich nicht mehr zu finanzieren wäre.

Die DRK-Bereitschaft Ravensburg würde sich freuen, wenn der Andrang beim Blutspendetermin am Mittwoch, 12. August 2015, in der Festhalle Weißenau ähnlich groß wäre wie auf den Wachen am Rutenfest.

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