Rutenfest-Halbzeitbilanz des DRK Ravensburg

Foto: Alfred Mühlegg

Der Artikel in der Schwäbischen Zeitung Ravensburg und auf der Website des Ortsvereins über die Kinderarmbänder hat eine große Nachfrage ausgelöst. Innerhalb der ersten Rutenfesttage kamen zahlreiche Eltern mit ihren Kindern in die Kuppelnauwache, um die Armbänder auszufüllen und ihren Kindern anzulegen.

Der Freitagabend verschaffte den Einsatzkräften in der Kuppelnauschule und in der mobilen Wache Parkstraße genügend Arbeit: So wollte ein Fußgänger ein Auto mit dem Kopf aufhalten. Dabei erlitten beide entsprechende Schäden; der Fußgänger zog sich Kopfverletzungen zu, die Autoheckscheibe ging zu Bruch. Beim Tanzen zog sich ein Betroffener eine Prellung am Fußgelenk zu. Auch einen Bierkrug auf den Zeh zu bekommen, ist sicher nicht angenehm. Warum ein junger Mann dreimal hintereinander ein rasantes Fahrgeschäft fuhr, obwohl er bald unter Übelkeit litt, ist vielleicht seinem Alkoholspiegel zuzuschreiben. Insgesamt waren an diesem Abend über 40 Patienten (ohne Pflasterausgabe) zu versorgen und einige Transporte in die Klinik durchzuführen.

Am Rutensamstag verlegte sich der Schwerpunkt in den Bereich Marienplatz. Ein Festbesucher wurde auf dem Weg zum frohen Auftakt von einem Auto angefahren und musste mit dem Rettungsdienst in die Klinik transportiert werden. Wieder gab es Versuche, die Widerstandsfähigkeit des eigenen Körpers zu testen: Mit dem Fuß gegen einen Poller zu schlagen, führte zu entsprechenden Verletzungen. Eine Kollision mit einer Fensterecke ging einseitig aus. Weiterhin galt es, Patienten zu versorgen, die den Zeh an der Treppe angeschlagen haben, die einer unbekannten Gewalteinwirkung ausgesetzt waren, die in der Nacht um 1 Uhr eine Kratzwunde am Hals erlitten haben. Ein 15-Jähriger wurde von der Polizei zur DRK-Wache gebracht, weil er stark alkoholisiert war.

Zahlreiche Wespenstiche mussten an allen drei Tagen nachmittags bis in den Abend hinein versorgt werden. Der Rutensonntag blieb bis zum späten Nachmittag ruhig. Trotzdem mussten die zahlreichen ehrenamtlichen Kräfte des DRK Ravensburg ständig bereit sein. Den längsten Einsatz absolvierte der technische Dienst des DRK, der am Samstag um 11 Uhr mit der Lichtinstallation begann und am Sonntag mit dem Abbau derselben um 9 Uhr endete. Insgesamt kamen in den ersten 3 Tagen über 500 Einsatzstunden zusammen, verteilt auf die Wache Kuppelnauschule, die mobile Wache Parkstraße, die Wache Liebfrauenkirche, die Wache Stadtbücherei, Fahrradstaffel, Motorradstaffel usw.

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