DRK-Ortsverein Ravensburg zieht Bilanz 2014

Über 62.000 Stunden wurden in Ravensburg geleistet

Foto: Patrick Richter

Eine gigantische Arbeitsleistung haben die über 330 Freiwilligen des DRK-Ortsvereins Ravensburg im Jahr 2014 geleistet, und immer mehr Menschen engagieren sich in dieser ehrenamtlichen Einrichtung.
„Von dieser Arbeit profitiert die ganze Gesellschaft und jeder Mensch, der im Raum Ravensburg Hilfe benötigt“, ist der Vorsitzende Alfred Bosch sicher. „Gewaltige Kosten sparen auch öffentliche Kassen durch dieses herausragende Engagement“.
Und ein Geschenk zum 130-jährigen Bestehen hat sich das Rote Kreuz in der Herrenstraße selbst gemacht: „Der Kleiderladen“. Diese Hilfe für Bedürftige, aber auch für jedermann, wurde zusammen mit dem DRK-Kreisverband Ravensburg aufgebaut. Zuständig für diesen Bereich ist Marita Schmid, auch stark engagiert in der „Ravensburger Tafel“.
Und sonst: Allein im Rettungsdienst und Krankentransport wurde in mehr als 6.000 Stunden Dienst unzählige Menschenleben gerettet. Hunderte Einsätze der 7 „Helfer-vor-Ort“-Gruppen retteten Dutzenden Menschen in den Gemeinden das Leben, immer öfter auch mit dem Einsatz von Defibrillatoren.
„Mehr als 3.700 Stunden wurden für Sanitätsdienste - vom Rutenfest bis zur Oberschwabenhalle - geleistet“, berichtet die Bereitschaftsleitung mit Cornelia Ammedick und Uwe Weißenrieder stolz. „Tausende Arbeitsstunden wurden für Einsatzplanungen und Organisation aufgewandt“.
Im Jugendrotkreuz sind über 50 Kinder und Jugendliche unter der Leitung von Nicole Daz aktiv. 2 Tage Ravensburger Schulferienprogramm mit 100 Kindern sowie Zeltlager und Wettbewerbe waren nur einige Höhepunkte.
An der Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule des Landes Rheinland-Pfalz in Koblenz war eine Einsatzeinheit mit 4 Fahrzeugen zur Ausbildung von Notärzten 2 Tage im Einsatz.
Und die Bereitschaft Rettungshunde mit ihrem Leiter Bernd Märkle war bei rund 60 Sucheinsätzen kostenlos im Einsatz, um vermisste Menschen „aufzuspüren“, teilweise auch in benachbarten Landkreisen. Imponierende 8 geprüfte Rettungshunde-Teams und 8 Teams in Ausbildung gehören zur Spitze im Land Baden-Württemberg.
Die „Ravensburger Tafel“ mit ihrem Leiter Paul Bundschuh half mit 50 Aktiven den hilfsbedürftigsten Menschen unserer Stadt. Ein neuer Transporter dafür konnte mit Hilfe Ravensburger Firmen in Dienst gestellt werden.
Eine große Katastrophenschutz-Übung des Landkreises, 3 Amok-Drohungen, die Notstromversorgung der Ravensburger Kinderklinik, das Holi-Festival in Baienfurt, diverse Public-Viewing-Termine zur Fußball-WM sowie über 80 Einsätze der Schnelleinsatzgruppe (SEG) waren abzuarbeiten.
22 Ausbilder/innen hielten über 150 Kurse, Seminare und Lehrgänge ab und bildeten über 3.500 Menschen aus. Die neue Ravensburger Leistungsgruppe 2014 schaffte auf Anhieb den vierten Platz im DRK-Landeswettbewerb, dies dank bester Ausbildung. Für die hohe Qualität der internen Ausbildung spricht auch die Tatsache, dass seit 2010 jede Ravensburger Leistungsgruppe mindestens das Goldene Leistungsabzeichen erreicht hat.
Einen Wermutstropfen gibt es: Die Bereitschaft, Blut zu spenden, hat sich in Ravensburg trotz aller Mühe und 8 Blutspendeterminen innerhalb der letzten 15 Jahre halbiert, obwohl sich der Arbeitskreis Blutspende unter Leitung von Gabriele Mühlegg in diesem Bereich besonders stark engagiert hat. Eine dramatische Entwicklung für betroffene Menschen in Not!
Fehlende Parkplätze in der Ulmer Straße und räumliche Enge in den Hallen und Gebäuden erschweren zudem die freiwillige Arbeit und müssen gelöst werden. Auch die knappe finanzielle Unterstützung ist problematisch.

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