„Helfer vor Ort“ retten auch in den Ferien Leben

Jeden Tag und jede Stunde, auch in der Ferienzeit, alarmiert die Integrierte Leitstelle des Landkreises Ravensburg zeitgleich mit dem Rettungs- und Notarztdienst „Helfer vor Ort“ Gruppen im Raum Ravensburg. Diese Gruppen arbeiten ausschließlich unentgeltlich im Roten Kreuz. Sie eilen ihren Mitbürgern zu Hilfe, wenn manche wegschauen, hilflos oder überfordert sind oder schlicht: niemand da ist. Einzige Voraussetzung: Die Nummer 112 muss im Notfall gewählt werden, dann werden zeitgleich mit dem regulären Rettungsdienst auch die „Alarmgeber“, kleine und unscheinbare Geräte, der Helfer vor Ort mit ausgelöst. Der Alarmgeber zeigt Ort und Art des Notfalls an; der schrille Alarmton weckt selbst nachts im tiefen Schlaf.

Den Wert dieser Hilfe hat auch Innenminister Gall betont: „Obwohl diese Einsätze nicht für die gesetzliche Hilfsfrist relevant sind und auch nicht von den Krankenkassen finanziert werden, helfen sie, Leben zu retten und mit fachkundiger Erster Hilfe die Zeit bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes zu überbrücken.“

Erst vor wenigen Wochen stellte dies auch der Landesgeschäftsführer des DRK-Landesverbandes, selbst als MdL lange Jahre Vorsitzender des Innenausschusses im Landtag, in den Mittelpunkt seiner Rede bei der Kreisverbandsversammlung in Wilhelmsdorf. Und auch das Ravensburger DRK freut es, dass wegen des guten Systems und seines Aufbaus auch der Präsident des DRK-Landesverbandes persönlich in einem Brief an Simon Rude, beruflich als Lehrer am Bildungszentrum St. Konrad in Ravensburg tätig, „seinen größten Dank und Anerkennung“ für diesen vorbildlichen Einsatz zum Gemeinwohl aussprach.

Seit den ersten Einsätzen der Helfer vor Ort Gruppen in Horgenzell und Schmalegg, bis zu den 8 Gruppen die alleine der Ravensburger DRK-Ortverein betreut, ist ein arbeitsreicher Weg vergangen. Bis heute haben die Helfer vor Ort so mehr als 4.500 Einsätze, mit über 7.000 Arbeitsstunden und privat gefahrenen 86.000 Kilometern, geleistet.

Nicht nur die Qualität der Aus- und Fortbildung ist heute einzigartig, sondern auch die Ausstattung. Manche Kommune unterstützt diese Ausstattung, weitere Kosten tragen DRK-Ortsvereine und DRK-Kreisverband. Ziel ist in den nächsten Jahren, dass jeder dieser Lebensretter einen Defibrillator dabei hat, wenn Sekunden über das Überleben oder schwere Schäden entscheiden.

Das größte Opfer bringen allemal die Menschen, die ihren Mitmenschen jederzeit zu Hilfe eilen. Manfred Jopke aus Eschach-Torkenweiler gehört zu den Aktiven der ersten Stunde: „Ich konnte mit meiner Hilfe und mit dem Defibrillator schon vielen Menschen das Leben retten – etwas Schöneres und Sinnvolleres gibt es kaum“.

Für den DRK-Ortsverein Ravensburg sind 8 „Helfer vor Ort“ Gruppen in Blitzenreute, Bodnegg, Eschach, Fronhofen, Grünkraut, Horgenzell, Oberzell-Taldorf und Schmalegg mit insgesamt 50 Helfern im Einsatz. Die laufenden Kosten der Einsätze werden durch Spendengelder finanziert. Wer die Helfer unterstützen möchte, kann eine Spende mit der Angabe „Helfer vor Ort“ auf das DRK-Konto 48052278 bei der Kreissparkasse Ravensburg, BLZ 65050110, überweisen.

Interesse an weiteren Informationen oder an einer Mitarbeit im DRK? Informieren Sie sich unverbindlich per Mail unter hvo@drk-ravensburg.de oder telefonisch unter 0171/3002872.

Zurück