Rutenfestbilanz des DRK Ravensburg

Gravierend mehr Patienten als in den Vorjahren hatten die Ravensburger Rotkreuzler auf dem Rutenfest zu versorgen. Allein am Freitagabend suchten 40 Festbesucher die beiden DRK-Wachen auf, davon der überwiegende Teil mit Verletzungen aller Art und aller Schweregrade. Am Samstag bedurften 60 Personen auf dem Marienplatz und dem Festgelände der sanitätsdienstlichen Hilfe durch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Ravensburger DRK. Am Sonntag forderte die Hitze ihren Tribut. Von den rund 60 hilfsbedürftigen Personen musste die Hälfte wegen Kreislaufproblemen, aber auch wegen Alkoholmissbrauch versorgt werden. Während des Festzugs kamen drei Zuschauer mit dem Rettungswagen in die Klinik. Diverse Kreislaufprobleme wurden vor Ort in den Griff bekommen. In der Kuppelnauwache und in der mobilen Wache ging es nach dem Festzug weiter. Auch hier waren wieder verschiedene Transporte in die Klinik notwendig. Ein Zwischenfall mit einem durchgehenden Pferd ging glimpflich aus. „Nur“ zwei verstauchte Knöchel waren die Folge. Verlorengegangene Kinder gab es dieses Jahr glücklicherweise weniger. Bedenklich war eine körperliche Auseinandersetzung zwischen 13-jährigen Schülern, in die sich noch ein Jugendlicher einmischte.
Wie die Auswertung der Statistik ergab, waren über das gesamte Rutenfest 360 hilfsbedürftige Personen (2012 waren es 222 Personen) zu versorgen, davon rund 240 Festbesucher mit Verletzungen aller Art. 72 Personen hatten internistische Probleme, z. B. Kreislaufschwächen oder Drehschwindel nach dem „Genuss“ von Fahrgeschäften. Hinzu kamen ca. 20 hilfsbedürftige alkoholisierte Festbesucher, überwiegend jugendlichen Alters. Mindestens 25 Transporte in die Klinik waren erforderlich. Nicht statistisch erfasst sind dabei die Besucher, die Pflaster für ihre wundgelaufenen Füße benötigten. In über 200 Diensten wie Standwachen, Festzugsbegleitung, Beleuchtungsaufbau, Fahrzeugbesetzung, Fahrradstaffeln, Motorradeinsatz, Wachendienste leisteten die Ehrenamtlichen des DRK Ravensburg weit über 1200 Stunden und sorgten dafür, dass die Kosten für die Rutenfestkommission nicht ins Unermessliche stiegen. Der Dank des DRK-Ortsvereins Ravensburg geht auch an die Einsatzkräfte aus Mochenwangen, Wilhelmsdorf und von der Bergwacht, die noch offene Dienste besetzen konnten.

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